Frage zur Datenbasis der Auswertung

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mvhermanni
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Frage zur Datenbasis der Auswertung

Beitrag von mvhermanni »

Hallo,

hinter den Angeboten bei eBay steht anders als bei Amazon kein fester Katalogartikel - die Beispielauswertung mit dem Suchwort "playstation" ist für mich da nicht ganz klar: Basiert das auf allen Angeboten, die mit einer normalen eBay-Suche nach diesem Wort gefunden würden? Welche Aussagekraft soll das haben, wenn ich kein "Spiel für die Playstation", keine "gebrauchte Playstation 1" und kein Display "toll für die Playstation" oder gar "X-Box, besser als die Playstation"auswerten will?

Mit anderen Worten: Wie werden aus den schlecht strukturierten Daten (nur von Anbietern willkürlich gewählte eBay-Kategorien und Beschreibungen) bei eBay auswertbare strukturierte Daten?

viele Grüße
MvHermanni
denkmann
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Beitrag von denkmann »

Hallo MvHermanni,
erst einmal herzlich Willkommen im Forum! :welcome:

Und danke für Dein Feedback!

Um Deine Frage vorweg zu beantworten: Die Erfassung der Daten erfolgt wie gewohnt über die Stichwortsuche.

Wer bei eBay handelt kennt genau die Situation, die Du beschreibst: Eine eindeutige Zuordnung der Produkte ist durch den "Einfallsreichtum" der unterschiedlichen Verkäufer nicht immer möglich. Der eine nennt sein Produkt so, der andere so. Bei der Auswahl der korrekten Kategorie gehen die Meinungen auch oft auseinander. Defekte, gebrauchte oder durch "Marketing-Tuning" verfälschte Artikel erschweren die Aufgabe zusätzlich.

Daher ist es bei der Marktrecherche (ganz gleich ob mit dem klassischen BayWotch oder der Sofortanalyse) entscheidend, die Erfassung der Angebote so optimal wie möglich zu gestalten. Das herkömmliche BayWotch stellt dazu zahlreiche Suchfilter zur Verfügung und unterstützt durch die strukturierte Artikelverwaltung in selbstdefinierten Ordnern die manuelle Auslese der gewünschten Angebote. Nachteil hierbei war immer schon der zeitliche Aufwand: Die Angebote müssen zur Laufzeit erfasst werden und lassen sich erst nach Auktionsende analysieren.

Diese manuelle Auslese und der damit verbundene zeitliche Aufwand fallen bei der Sofortanalyse weg, da hier die Statistiken als fertige Reports direkt vom eBay-Server geladen werden. Der Benutzer hat hier keine Möglichkeit, alle erfassten Daten zu sichten (wie sollte das auch gehen, wenn eine Auswertung z.B. 100.000 beendete Angebote umfasst). Daher ist es umso wichtiger, die Suchanfrage so optimal wie möglich zu gestalten. Hierbei spielen die angebotenen Suchfilter die zentrale Rolle.

Durch Vorgabe des Suchbegriffs, der Kategorie und des Preisbereichs läßt sich ein Produkt recht genau eingrenzen. Um bei dem Beispiel der PlayStation zu bleiben müssen wir die passende Kategorie (z.B. PC- & Videospiele> Konsolen> PlayStation 2), einen realistischen Preisbereich (100 bis 200 EUR) und natürlich alle denkbaren Schlüsselworte anwenden. So könnte man durch "neu" die Suche auf Neuware begrenzen und durch Ausschlussbegriffe wie "-gebraucht -gebrauchte -benutzt -zustand -defekt" den Neu-Charakter unterstreichen.

Mein Tipp: Vorher eine BayWotch-Stichwortsuche nach laufenden Angeboten ausführen. Die Ergebnisse liefern zahlreiche Anregungen, was für unerwünschte Angebote sich einschleichen können und durch welche Begriffe sich diese am besten ausschließen lassen.

Trotz all dieser Bemühungen wird es in vielen Fällen nicht möglich sein, die Suche zu 100% an das gewünschte Produkt anzupassen. Wie sollte man mit einer eBay Suche auch verhindern, daß Produkt A im Set mit 3 Spielen angeboten wird, Produkt B im Set mit 2 Controllern und Produkt C als reine PlayStation ohne Zubehör daherkommt? Dieses Limit ist schlicht durch die Architektur von eBay vorgegeben und kann mit dem auch noch so raffiniertesten Tool nicht umgangen werden. Hierzu bietet BayWotch weiterhin seine mächtigen Fähigkeiten an, wenn es darum geht, die Auswahl der Daten selbst in die Hand zu nehmen, ganz nach dem Motto: "Führe selber Regie bei der Marktrecherche".

Fazit: Die Sofortanalyse ist ein völlig neuer Weg, sehr viel schneller an eBay Marktinformationen zu gelangen, als je zuvor! Die Entscheidung, ob für die individuellen Anforderungen das klassische BayWotch oder die neue Sofortanalyse herangezogen werden sollte, obliegt jedem Benutzer selbst. Ich denke, daß gerade die Kombination dieser beiden Analysevarianten für alle Verkäufer von großem Nutzen sein dürfte.
Gruß,
Elmar Denkmann
(Entwickler)
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